Ultraleicht-Ausbildung

 

Unsere Schulflugzeug Ekolot JK05 Junior
Unser Schulflugzeug Ekolot JK 05 Junior

Ultraleichtfliegen - Was ist das?

Sieht man als Laie heutzutage ein aerodynamisch gesteuertes Ultraleicht-Flugzeug, so wird man auf den ersten Blick kaum den Unterschied zu herkömmlichen Privatflugzeugen wie Cessna, Piper oder anderen erkennen. Ultraleichtflugzeuge heben sich jedoch in einigen Punkten deutlich positiv ab.

Im Gegensatz zu den meisten klassischen Flugzeugen, deren grundlegende Entwicklung in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück reicht, ist die Technik der Ultraleichten (ULs) erheblich moderner. Durch ihr geringes Gewicht verfügen sie bei nur geringfügig geringerer Reisegeschwindigkeit über ein deutlich besseres Steigvermögen und eine erheblich kürzere Start- und Landestrecke, beides erhebliche Sicherheitsaspekte. Weiterhin benötigen sie keinen teuren Sondertreibstoff wie Kerosin oder AVGAS sondern begnügen sich mit Super bleifrei und sind zudem mit 17 Liter/Stunde bedeutend sparsamer als die klassischen Maschinen der Echo-Klasse mit 30-40 Litern Verbrauch.

Doch nicht nur im Betrieb sondern auch in der Anschaffung ist ein UL wesentlich preiswerter. Kostet eine Cessna um die 250.000 Euro, so ist ein UL schon für 60.000 Euro zu haben. Dadurch erklären sich auch die großen Unterschieden bei den Charterkosten von 60-70 Euro beim UL und 140-150 Euro bei Cessna & Co.

Ein weiterer großer Sicherheitsvorteil ist das sogenannte Gesamtrettungsgerät, das in jedem in Deutschland zugelassenen UL eingebaut sein muss. Dies ist ein im Flugzeug eingebauter Fallschirm, der bei Bedarf pyrotechnisch, also mit Hilfe einer Rakete, ausgeschossen wird und an dem dann das Flugzeug mitsamt Passagieren am Fallschirm kontrolliert zu Boden schwebt. Mit Hilfe dieser Technik konnten inzwischen weltweit an die 200 Menschenleben gerettet werden.

Nicht verschwiegen werden sollen hier aber auch die Nachteile eines Ultraleicht-Flugzeugs. Zusätzlich zum Piloten kann nur eine weitere Person mitfliegen und durch das begrenzte Platzangebot und die nicht allzu üppig bemessene Zuladung kann nur sehr begrenzt Gepäck mitgenommen werden.

Das Erlebnis des Fliegen ist in einem UL jedoch mindestens genauso schön wie in einem klassischen Privatflugzeug und bietet vergleichbare Möglichkeiten des bequemen Reisens von A nach B.

Ausbildung

Die Luftsportgemeinschaft Bad Pyrmont-Lügde e.V. bietet eine professionelle Ausbildung zum Führen von Ultraleicht-Flugzeugen mit dem Abschluss der Sportpiloten-Lizenz (SPL) an. Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die theoretischen Fächer sind Luftrecht, Flugfunk, Navigation, Meteorologie, menschliches Leistungsvermögen, Technik mit einer pyrotechnischen Einweisung und das Verhalten in besonderen Fällen.

Der praktische Teil der Ausbildung findet am Flugplatz Hameln-Pyrmont auf vereinseigenen Maschinen statt. Zur Erlangung der Lizenz sind mindestens 30 Stunden Flugzeit auf aerodynamisch gesteuerten UL-Flugzeugen nötig, davon mindestens 5 Stunden Alleinflugzeit . Zusätzlich beinhaltet der praktische Teil Starts und Landungen auf fremden Flugplätzen, Außenlandeübungen mit Fluglehrer, mindestens zwei Überlandflüge mit einer Länge von mehr als 200 km sowie die praktische Einweisung in besondere Flugzustände und das Verhalten bei Notfällen. Das alles macht schon die Ausbildung zu einem Erlebnis der besonderen Art.

 Ihr Ansprechpartner
Michael Dreischer Michael Dreischer
Fluglehrer

Telefon: 05281 78048
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